Forst - Brand Geschw. Grabher "Büngenwirtspeppis"

15.02.1907 | 03:30 | Brandeinsatz | Alarmstufe: ---
Auszug aus einem Original-Protokoll

Alge Ludwig "Winzenzens"
Hals selbst aufgeschnitten damit den Selbstmord durch Feuer wollen täuschen. 7 Uhr früh gestorben.


Auszug aus dem Original-Protokoll, über die am 10/3 07 Nahmitag 1 Uhr im Kreuz abgehaltenen Versammlung.

Punkt I Besprechung des Brandes vom 15/II der Geschwister Grabher Pepis und wurde zu disem Punkt zimlich viel belehrendes besprochen u. zum Schlusse von H A Hämmerle Hauptmann in gewohnter Weise, sozusagen das ganze Feuerwehrwesen in schönster Ausführung dargestelt.

II Wegen Entlohnung der Mannschaft vom Brande 15/II theilte der Kassier mit das nach Aussage des Her Bürgermeister dem 40 Heller zugesagt wurden per Stunde pro Mittglied


Vorarlberger Volksblatt: 16.02.1907

Lustenau, 15. Februar. (Brandlegung.)
Heute halb vier Uhr früh schreckten die Sturmglocken aus dem Schlafe auf. Wegen des Nebels bemerkte man nirgends Feuer, man mußte tatsächlich mit der Laterne nach dem Feuer suchen.

Neben der „frohen Aussucht“, Haltestelle Binsenfeld brannte es in einem Hause. Daneben fand man einen Mann liegen, mit großen Schnittwunden am Halse, das Messer noch in der Hand. Es war ein Schlafgänger, dem von dem Eigentümern des Hauses gekündigt worden war.

Aus Rache und Verdruß wird er dafür das Haus angezündet und sich das Leben nehmen wollen. Er starb, seine Missetat bereuend, bußfertig nach Empfang der Hl. Oelung.

Der Brand war alsbald gelöscht.


Auszug aus dem Original-Abschrift des Jahresberichtes 1906/1907 anlässlich der Hauptgeneralversammlung am 07.04.1907 von Hauptmann Albert Hämmerle.

Am 15. Februar endlich ist im Hause Nr. 239, der Geschwister Grabher, Peppis im Grindel ein Feuer entstanden welches aber nicht zum vollen Ausbruche kam u. erst nachdem es schon länger gebraucht u. durch die Nachbarn allein, unter welchen auch Feuerwehrleute waren, nicht mehr bewältigt werden konnte wurde früh ½ 4 Uhr zum allarmieren geschritten auf welches hin sich etwas
30 Feuerwehrmänner an den Lösch- u. Abdämpfungsarbeiten beteiligten. Der Allarm war nicht durchschlagend, einerseits weil in früher Morgenstunde, andererseits weil absolut kein Feuerschein zu sehen war, dagegen wurden die Leute von dem Lichtscheine vom elektrischen irre geführt so daß Leute vom oberen Theil der Gemeinde nach abwärts eilten u. umgekehrt.

Im Übrigen habe ich zu diesem Brandfalle nichts mehr zu sagen da er eigens in der Versammlung vom 10. März behandelt worden ist.
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Radetzkystrasse - Brand Michael Keckeis

Auszug aus dem Original-Protokoll, aufgenommen am 12 September Abends 9 Uhr in der Wohnung das H Hauptmann A H II Ausvüllung der Brand Statistick vom Brande am 8/9 1903 Morgens ½ 8 Uhr beim Keckeis III Sollen für die Arbeit beim Brande 3 Stunden in Rechnung gebracht werden und das Geld vom Cassier abgeholt werden damit dasselbe bei der Gelegenheit ausgetheilt werden könne. Vorarlberger Volksblatt: 10.09.1903 Lustenau, 8.Sept. Heute am Feste Maria Geburt, ertönten plötzlich vor der ½ 8 Uhr Messe die Sturmglocken. Begreiflich, dass die schon in der Kirche versammelten sogleich hinaus eilten, um zu sehen, wo es brenne. Es stellte sich heraus, daß das noch in fast neuem Zustand befindliche Haus des Baumeisters Keckeis in flammen stehe. Als Schreiber dieser Nachricht zum Brandplatze kam, war der prächtige Stadel bereits vollständig niedergebrannt, dagegen stand von Hause, das aus Steinen gebaut ist, noch teilweise der Dachstuhl. Als Merkwürdigkeit mögen noch die Zementziegel angeführt werden, von denen jeder sprang unter pistolenähnlichen Knalle, so daß man fast ein Gewehrfeuer zu hören wähnte. Möbel und Einrichtungsgegenstände konnten, so viel ich vernahm, gerettet werden. Wenn mir recht berichtet wurde, war der Besitzer nicht zu Hause und mußte telephonisch vom Brande seines Hauses verständigt werden.
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Hag - Brand Gasthaus Taube

Inh. Josef Hagen Auszug aus dem Original-Protokoll, über die am 29 März 1903 Nachmitags 3 Uhr im Gasthaus zum Adler abgehaltenen Versammlung Tagesordnung Besprechung des Brandes vom 23/3 abends 8 bei Josef Hagen zur Taube Haag. P I. Es wurde nach Verlesung der Mittgliderliste vom Cassier sovort zur Tagesordnung beschritten, und von Herr Hauptmann sowie vom H Bürgermeister Eduard Hämmerle u. anderen Mitglider die vorgekommenen Mängel behandelt. II. Wurde wegen etwas ungebürenden Vorgechen des Mitglides Josef Ehrat in etwas hiziger Akzion, dem Herrn Bürgermeister Eduard Hämmerle gegenüber, nachdem sich beide obgenanthen mehr oder weniger entschuldigten von Herrn Hauptmann A Hämmerle das Worth ergriffen und dise Angelegenheit zur vollsten Zufridenheit der ganzen anwesenden Versammlung vermitelt. P III Auszahlung des Verdinstes vom Brande am 23/III 1903 mit 45 Kr per Mann. und nachher um 6 Uhr abends Schluß der Versammlung Vorarlberger Volksblatt: 28.03.1903 Lustenau, 26. März. Im obern Stock des dem Josef Hagen, Taubenwirt, gehörenden und vor einigen Tagen niedergebrannten alten Wohnhause logierten einige arme Italiener, denen ihre wenigen Habseligkeiten verbrannt sind. Nächsten Sonntag wird für diese armen Leute in der Kirche ein Opfer eingehoben. Vorarlberger Landeszeitung vom 24.03.1903 (Brandfall.) Gestern Abend gegen 8 Uhr brach in der Wirtschaft zur „Taube“ in Lustenau aus noch nicht bekannter Ursache aus, dem in kurzer Zeit das ganze Gebäude zum Opfer fiel.
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Mähdle - Brand Xaver Blatter

Auszug aus dem Original-Protokoll, aufgenommen am 1/9 Nahmitags ½ 4 Uhr in der Krone. Nach Verlesen der Mitglider liste vom Cassier Hämmerle wurde sovort begonnen u. zu P I der Tagesordnung geschritten und zwar Besprechung u. Belehrung betreffs Brand am 24/8 des Xaver Blatter vom H Hauptmann. Sowie von anderen Persöhnlichkeiten und wurde vil hin u. her Depatirt u. von Gebhard Fitz Stellvertretter ein Antrag gestelt und zwar wörtlich. Der Verein beauftragt die Vereinsleitung, diselbe stelle der Gemeinde Vorstehung drei geeignete Feuerwehrleute als Haken Comandanten im Falle eines Brandes zur Verfügung, oder gegen dem, das diselbe im Gemeindeblatte in Ihrer Eigenschaft bekannt gegeben werden, jedoch mit der ausdrücklichen Bemerkung, das ohne einer dieser Comandanten nur in den aller dringlichsten Fällen und auf separaten Befehl vom Feuerwehr Comando mit dem Feuerwehrhaken gearbeitet werden darf., sowie dieselbe unter allen Umständen jederzeit unter dem Comando des Feuerwehr Comandanten stechen. Es wurde auf disen Antrag gegenwärtig nicht eingegangen. Vorarlberger Volksblatt: 27.08.1901 Höchst, 25. August. Gestern 10 ¼ nachts wurde die Bewohner von Brugg bei Höchst durch Feuerlärm aufgeschreckt. Es brannte, dem Feuerschein nach zu schließen, ein Haus im Oberdorfe in Lustenau. Auszug aus dem Original-Protokoll des Jahresberichtes für 1901 von Hauptann Albert Hämmerle. Auch das Wichtigste will ich nicht übergehen, nämlich den Brand am 24. August bei Xaver Platter im Mähdle. Ich sagte das Wichtigste und zwar aus dem Grunde weil nur Brände allein das Feuerwehr u. Feuerlöschwesen richtig fördern können. Bei diesem Brande sind alle 4 Spritzen gleichzeitig in Thätigkeit gekommen was meines Wissens noch nie der Fall war, sowohl die alten als die große Saugspritze haben gut funktionirt, der Wassertransport war ein bedeutender u. es hat sich gezeigt, daß in solchen Fällen unsere große Spritze Vorzügliches leistet und ein ausgezeichnetes Requisit ist, wozu aber die alten Druckspritzen eine unbedingte Notwendigkeit sind. Wir haben am Anfange gesehen, daß man trotz einer großen Kraftentwicklung mit der neuen Spritze allein auf eine Distanz von 350 – 400 m nicht mehr wirksamm arbeiten kann, wie ganz anders aber hat es sich verhalten als die rothe u. blaue Spritze in Thätigkeit gesetzt werden konnten, postirt in unmittelbarer Nähe des Brandobjektes von der großen Spritze zum Überfluße gespeist wodurch nicht allein die Menge des Wassers voll u. ganz zur Geltung gebracht werden konnte sondern noch vielmehr die Kraft mit welcher das Wasser auf den Feuerherd geworfen wurde. Dieser Brand war auch die indirekte Veranlassung der Vereinleitung ein Gesuch an die löbl. Gemeindevertretung zu richten um Beschaffung von mehr Schlauchmaterial und ebenso war es auch der rührende Geist die Herrn Gemeindeväter für unser Gesuch, für unseren Zweck günstig zu stimmen, wodurch unserem Gesuche entsprochen wurde wofür ich ihnen hiemit dankende Anerkennung zolle. Bregenzer Tagblatt: 31.08.1901 Lustenau. Schadenfeuer. Am 24. ds. abends gegen 10 Uhr schreckte Feuerlärm unsere Gemeinde auf. Es brannte das Haus der Eheleute Blatter im Holz. Scheune und Haus, große Futter- und Holzvorräthe und fast alle Fahrnisse giengen zu Grunde. Das Vieh konnte gerettet werden. Dank der Windstille und der rastlosen Thätigkeit der Feuerwehr konnte der Brand localisiert werden.
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