Aufgenommen am 10 April 1890 nach der Übergabs-Probe im Gasthaus zur Sonne.
Nach einigen Belobungen auf Fabrikanten und andere Persöhnlichkeiten wurd zirka um 8 Uhr abends die Versammlung eröfnet vom H Hauptmann und wurden hauptsächlich die beim Brande dess Josef Hollenstein gemachten Wahrnehmungen besprochen.
Bregenzer Tagblatt: 09.04.1890
Hohenems, 7. April. Von gestern auf heute wurde von hier aus auch ein großes Feuer beobachtet und brannte in der Parzelle Haag, nächst dem Bahnhof, ein altes doppeltes Wohnhaus mit Stall und Stadel bis auf den Boden nieder.
Heute Nachmittag wurde wieder ein größerer Brand in der Richtung über Lustenau beobachtet und soll in Fußach längs dem Bodensee ein großer Complex Streue abgebrannt sein.
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Rheinhochwasser - Überschwemmung Gemeinde
Aufbietung der Feuerwehr als 1. Aufgebot der Wasserwehr wegen stetigen Steigen des Rheins. Aufbietung der gesamten Wasserwehr - aller wehrfähigen Männer der Gemeinde, - am 10.09.1888. Trotz fast übermenschlicher Leistung kam es am 11.09.1888 zum Wassereinbruch in unsere Gemeinde. Auszug aus der Kirchenchronik Am 11. September 1888, abends halb 7 Uhr, brach der Rhein, der schon in Koblach und Mäder eingebrochen war und sich in gewaltigen Fluten über Bauern herabwälzte, bei der Seelache den Damm durch und überschwemmte die ganze Gemeinde. In zwei Strömungen floß das Wasser drei Tage lang mehrere Fuß hoch, in der einen Strömung, die über das Binsenfeld und den Stalden ging, sogar 6 Tage lang durch Lustenau. Der Schaden ist kaum abzuschätzen, denn außer den Feldfrüchten, die vernichtet wurden, und den „Schollen“, die alle davonschwammen, kamen Stickmaschinen und Hausgräte zu Schaden und es wurde an Arbeit viel versäumt. Der Damm and er Seelache wurde so schnell wie möglich durch eine Bretterwand geschlossen und mit Steinen und Erde wieder ausgebessert. Am 5. Oktober desselben Jahres gab es aber eine zweite Überschwemmung, welche den neuerstellten Damm wegfegte und wieder die Hälfte des Lustenauer Bodens unter Wasser setzte. Alp, Gründel, Binsenfeld und Stalden kamen wieder ganz unter Wasser. Der Schaden betrug in Lustenau alleine ca. 300.000 Gilden.
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Haus Nr. 321 - Brand August Hämmerle
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Rheindorf - Stickereigebäude, Marx König z. Hecht
Auszug aus dem Original-Protokoll Uber die am 8 Novemb 84. im Gasthaus zum Adler abgehaltene außerordentlichen Generalversammlung welche anläßlich des letzten Brandes des Stickerei Gebäude zum Hecht nach § 10 der Vereinstatuten abgehalten wurde. I In derselben wurde über die beim letzten Brande wahrgenommenen Erfahrungen u. Mängel in ziemlich ausgedehnter Weise besprochen u. depatiert, namentlich wurde betreffs dem Mundrohrführer viel Lärm gemacht, da derselbe einige Steiger, ohne sein Verschulden naß gemacht hat. Die Mundrohrführer wurden aber danach vom H. Hptm. aufmerksam gemacht acht zu geben wo Sie das Wasser hinleiten, auch wurde vom H. Hptm. die Erfahrung gemacht daß Feuerwehrmänner oft zu hitzig u. zu waghalsig arbeiten u. könnten dadurch leicht Ihre Mitfeuerwehrmänner schädigen, wie auch bald beim letzten Brande geschehen wäre. Im ganzen genommen hat sich jedoch die Feuerwehr nach Aussage von Fachleuten sehr gut gehalten. Vorarlberger Volksblatt: 04.11.1884 Lustenau, 1. Nov. Heute Vormittag entstand Feuer in der Stickerei des Marx Bösch, Heitwirth im Rheindorf. Das war während des Gottesdienstes, als der hochwürdige Herr Pfarrer so eben die Predigt begonnen hatte. Alles wollte nun auf einmal zu den Thüren hinaus, aber der Hr. Pfarrer ermahnte die Anwesenden, vorsichtig hinauszugehen, damit kein Unglück passiere. Man that so. Auf der Unglücksstätte wurde von der Stickerei nur der Dachstuhl ein Opfer des Feuers, dagegen brannte das Gebäude, welches als Streu- und Heustadel diente, gänzlich nieder, obwohl die Feuerwehr sehr thätig eingriff.
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Hag - Grossbrand Gasthaus Schäfle
1. Ausrückung unserer Feuerwehr Inh. Josef König Auszug aus dem Original-Protokoll Über die am 17. Mai im Gasthaus zur „Krone“ abgehaltene Generalversammlung: II. Berathung u. besprechung über die bei letzten Brande am 9 Mai gemachten Erfahrungen u. Wahrnehmungen Brand Auszug aus der Kirchenchronik 1804 bis 1900 Gegen Abend des 9. Mai 1884 brannte dem Jos. König Schäflewirth, am Hag, Haus und Stadel ab. Vorarlberger Volksblatt: 09.05.1884 Lustenau, 9. Mai. Heute nachmittags 4 Uhr ist das Gasthaus „zum Schäfle“, am Hang niedergebrannt. Durch das energische Eingreifen der Lustenauer, wurden noch zwei Stickmaschinen und im Spezereiladen befindliche Waaren gerettet worden. Auch die Höchster waren mit ihrer Spritze frühzeitig erschienen. Ursache unbekannt. Vor 19 Jahren brannte an derselben Stätte ein Haus ab. tirolische vorarlbergische Brand-Versicherungsanstalt: Schadenauszahlung an Karolina und Katharina Fitz, 25 fl.