29.06.1955 | 00:00 | Technischer Einsatz | Alarmstufe: ---
Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am Sonntag, den 29. April 1956, vormittags 9 Uhr nach dem Gedächtnisgottesdienst in der Pfarrkirche, abgehaltene Jahreshauptversammlung unter dem Vorsitz des Kommandanten Gebhard Fitz.
29.06.1955 Hochwassereinsatz in Bregenz.
Wir standen mit allen 3 Geräten im Einsatz, und hatten uns von allen zur Hilfeleistung am schnellsten eingefunden. Durch unseren tadellosen Einsatz haben wir uns hier ein besonderes Lob der Behörden erworben.
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Rheinhochwasser
Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am Freitag, den 24. September 1954, um 8 h abends bei Kamerad Rudi Knapp abgehaltene Wehrausschuß-Sitzung unter dem Vorsitz des Kommandanten Gebhard Fitz. Um 12 h nachts wird Kommandant Fitz vom Bürgermeister Bösch verständigt, daß der Rhein sehr stark im Steigen begriffen sei und eine akute Hochwassergefahr zu befürchten sei. Gleich danach begab sich der Kommandant auf den Weg, weckte noch einige Wehrmänner und begab sich an den Strom. Um 1 h nachts war das Wasser noch ca ½ m unter dem neu errichteten Dämmen. In der Folge stiegen die reißenden Fluten, die selten einmal soviel Holz mit sich trugen, stetig an. Um 5 Uhr früh mußte Alarm gegeben werden. Die nun erschienenen Wasserwehrmänner wurden an den verschiedensten Orten engesetzt. Bei der Rheindorfer- und Oberfahrbrücke mußten die Dammabsperrbalken eingelegt werden, Sandsäcke aufgefüllt und dazwischengelegt werden. Sehr schwierig gestalteten sich die Arbeiten an der Eisenbahnbrücke, wo eine Dammlucke geschlossen werden mußte. Um 11 h mittags hatte das Wasser seinen höchsten Stand erreicht, einen Stand wie ihn der Strom noch nie zuvor aufwies. Das ziemlich rasche Sinken verminderte immer mehr die große Gefahr und abends um ½ 6 Uhr konnte die Wasserwehr einrücken. Viele Wehrmänner waren bis dahin pausenlos im Einsatz gestanden, trotzdem sie von rieselnden Regen schon früh durchnäßt waren. Namens des Landesfeuerwehrverbandes dankte Landesfeuerwehrinspektor Mittenpergher in einem zur Verlesung gebrachten Rundschreiben den entlang des ganzen Stromes im Einsatz gestandenen Wehrmännern, die durch ihre schwere Arbeit tatkräftigst mitgeholfen haben, einen Teil unserer Heimat von unabsehbaren Schaden zu bewahren. Auch Bürgermeister Josef Bösch sprach von der Gemeindevertretung der Wehr den Dank aus. 65 Mann ~ 1035 Stunden. Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die Dienstag, den 5. Oktober 1954, im Anschluß an die Nachtalarmübung abgehaltene Wehrversammlung im Gasthaus zum Bräuhaus, unter dem Vorsitz des Kommandanten Gebhard Fitz. „..Wehe wenn sie losgelassen, wachsen ohne Widerstand“. Diese Worte Schillers sind wohl bestens zutreffend für das Hochwasser des Rheins am 22. August 1954. Kommandant Fitz erhielt bereits in der Nacht um 12 Uhr mitgeteilt, daß der Strom in stetigen Steigen sei und höchstwahrscheinlich einen Hochwasserstand erreichen werde, wie es in den letzten 25 Jahren nicht mehr der Fall war. Sofort begab sich der Vorsitzende mit einigen Kameraden zu den beiden Rheinbrücken beim Oberfahr und im Rheindorf, um dort die Joche vor anstauenden Holze zu befreien. Um 1 Uhr nachts war das Wasser noch zirka einen halben Meter unter der Krone der neuerrichteten Dämme. Doch fortdauernd fiel der Regen, und immer weiter wuchs der Rhein, Unmengen von Holz mit sich reißend. Des Morgens um 5 Uhr früh kam der Befehl, daß die gesamte Wasserwehr in Aktion zu treten habe. Nun wurden an den beiden Brücken die Dammabsperrbalken eingelegt, Sandsäcke aufgefüllt und dazwischengebettet. Um ca. 10 Uhr begann das Wasser die Höhe der Straße beim Oberfahr zu erreichen, und ohne die Abriegelung mittels der Sandsäcke wäre es an dieser Stelle in die Gemeinde eingedrungen. Um 11 Uhr hatte der Strom seinen höchste Stand erreicht, einen Hochwasserstand, den der Rhein nie zuvor einmal aufzuweisen hatte. Zum Glück fiel dann das Wasser ziemlich rasch und so war nachmittags die größte Gefahr gebannt. Unsere Wehr hat über dieses Hochwasser mehr als 1000 Einsatzstunden geleistet, vornehmlich an der Oberfahr- und Eisenbahnbrücke, wo die Wehrmänner Sandsäcke über die ganze Brücke hinübertragen mußten, um eine Einbruchstelle zu schließen. Abschließend müssen wir Gott danken, daß wir um Haaresbreite an einer unübersehbaren Katastrophe vorübergingen. Es war für uns ein großes Glück, dass Ill und Frutz kein Hochwasser führten, daß die Holzbrücken, denen man nie viel Vertrauen entgegenbrachte, einem so ungeheuren Drucke standhielten und nicht in sich zusammenbrachen und so eine Stauung verursachten. Trotzdem hätten aber diese beiden glücklichen Umstände nicht ausgereicht, wenn nicht vor einem guten Jahrzent die Dämme verstärkt und erhöht worden wären. Kommandant Fitz dankte allen Wehrmännern für den aufopferungsvollen Einsatz, durch den im Zusammenwirken mit zahlreichen hilfsbereiten Zivilpersonen unsere schöne Heimatgemeinde vor einer schweren Überschwemmung verschont wurde. Gleichzeitig muss aber noch darauf hingewiesen werden, daß die Ausrüstung der Wasserwehr unzulänglich ist. Es waren zu wenig Sandsäcke lagernd, kein Sand zur Stelle und nur sehr schwer aufzutreiben, die Beleuchtung ist mehr als mangelhaft und es müßte ein Hebegerät angeschafft werden, mittels welchem man Holz vom Joch hochheben kann. Daß die Dämme nochmals erhöht werden müssen, hat uns das Hochwasser bewiesen, und so steht nur zu hoffen, daß diese geplante Arbeit bald ausgeführt wird.
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6731 Sonntag (Grosswalsertal) - Lawineneinsatz
Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am Donnerstag, den 22. Juli 1954, um ½ 9 Uhr abends bei Kamerad Ferdinand König stattgefundene Wehrausschußsitzung unter dem Vorsitz des Kommandanten Gebhard Fitz. b.) Der Versitzende verliest einen Bericht des Schriftführers über den Einsatz im Lawinenkatastrophengebiet Großwalsertal: Am Samstag, den 3.4.1954, begaben sich 13 Wehrmänner der Ortsfeuerwehr Lustenau unter Kommandant Fitz mittels Rüstwagen in das Lawinenkatastrophengebiet Großwalsertal. Die Fahrt ging um 6 Uhr früh von Lustenau über Feldkirch, Nenzing, Thüringerberg nach Blons. Dort wurden wir von Landesfeuerwehrinspektor Mittenbergher nach Sonntag delegiert. Um 8 Uhr zur Arbeit gekommen, waren wir in zwei Gruppen aufgeteilt, mit Aufräumungsarbeiten in der Hofstatt unterhalb der Sennerei, bzw. bei einem zusammengedrückten Wohnhaus oberhalb der Sennerei beschäftigt. Ununterbrochen rieselte Regen vom Himmel und wir waren froh des Mittags im Gasthaus Löwen essen zu können. Am Nachmittag wurde auf den alten Plätzen die Arbeit wieder aufgenommen. Um 5 Uhr abends erschien der Herr Landeshauptmann Ilg. Er selbst war auch den ganzen Tag über im Einsatz gestanden und wußte so am besten um die schwere, mühevolle Arbeit. Nachdem wir wiederum im Löwen vorzüglich gegessen hatten, wurden wir vom Bürgermeister Bichel in verschiedene Privathäuser zum schlafen aufgeteilt. Am Sonntag gings es um ½ 7 Uhr in die Kirche. Kurz gefrühstückt, begannen wir unsere Tätigkeit am eingedrückten Saale des Gasthauses zum Löwen. Nachmittags ½ 3 Uhr machten wir Feierabend und auf dem gleichen Wege ging es wieder heimwärts. Kommandant Fitz dankte allen beteiligten Wehrmännern für den rastlosen und selbstlosen Einsatz, der wirklich ganze Männer forderte. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1954 Lawineneinsatz im Grosswalsertal! Nach den grossen Lawinenunglücken im Walsertal wurden alle Wehren von Vorarlberg zur Hilfeleistung nach dort aufgerufen. So leistete auch unsere Wehr 2 Tage mit je 13 Mann bei den Aufräumungsarbeiten. Auszug aus der Festschrift "100 Jahre Feuerwehr Lustenau" Im Katastrophengebiet Großes Walsertal waren am 3. und 4. April 1954 je 13 Mann als freiwillige Helfer bei den Aufräumungsarbeiten beschäftigt, wobei wir unter schwierigen Voraussetzungen in Blons und Sonntag schwer gearbeitet haben, und wurde uns auch seitens des Bürgermeisters von Sonntag volle Anerkennung ausgesprochen. Wer dabei war, wird bestätigen müssen, daß wir damals nicht umsonst ins Walsertal kamen.
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Augartenstrasse - Grossbrand Elfriede Keckeis
Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am Montag den 3.8.1953 abends 8 h im Gasthaus z. Adler stattgefundene Ausserordentliche-Vereinsversammlung unter dem Vorsitz des Kommandant-Stellv. Ferdi König. Am 30. Juli 04.00 brach aus unbekannter Ursache im Hause Augartenstr 10 das von 3 Mietparteien bewohnt wurde Feuer aus. Schon um 4.8 traf die Wehr am Brandplatz ein und konnte der Angriff um 4.10 mit einer B mit 2 C Leitungen erfolgen. Das Objekt stand zu diesem Zeitpunkt mit dem Dachstuhl u. dem Rückwärtigen hölzernen Anbauten in Vollbrand. Schon wenigen Minuten nach einsetzen der Löschaktion befand sich der Brand in unsrer Hand. Die Ablöscharbeiten waren um 6 h beendet und konnte die Wehr einrücken. An Mobilar konnte ein grosser Teil gerettet werden. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1953 Brand des Hauses Elfriede Keckeis, Augartenstr. 10 Im Dachgeschoss des Hauses war zufolge schlechter Rauchabzugsrohre ein Schadenfeuer ausgebrochen. Nach Eintreffen am Brandplatz wurde sofort ein Aussen- u. Innenangriff durchgeführt dessen Erfolg sehr gut war. Das Gebäude konnte bis auf das Dachgeschoss und einen Teil des Obergeschoses gerettet werden.
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2 Buben vor Ertrinkungstod aus Koblacher-Kanal gerettet
Auszug aus dem Original-Protokoll der V e r h a n d l u n g s s c h r i f t über die am Montag den abends 8 h im Gasthaus z. Adler stattgefundene Ausserordentliche-Vereinsversammlung unter dem Vorsitz des Kommandant-Stellv. Ferdi König. Stellv. Ferdi Hagen schildert an Hand des Gendarmerieberichtes den Hergang der Lebensrettung zweier Knaben durch den Kommandanten Gebhard Fitz. Der Hergang war folgender; Am 16. Juli gegen 17.30 h fuhren die 11 Jahre alten Volksschüler Günther Hämmerle (Schiessstand) und Karl Hagspiel Neuner Siedlung mit einer Gondel auf dem Koblacher Kanal. In der Nähe des Gasthauses „z. Feldrast“ sprang der 13 Jahre alte Volksschüler Kurt Hämmerle ohne die Zustimmung der Gondel-Insassen vom Ufer aus in die Gondel. Durch diesen Sprung kippte diese um, und alle drei Kinder fielen ins Wasser. Kurt Hämmerle konnte sich durch schwimmen retten, wogegen die des Schwimmens unkundigen Günther Hämmerle und Karl Hagspiel im Wasser untertauchten. Durch die Hilferufe seitens Kurt Hämmerle wurde der 53 Jahre alte Feuerwehrkommandant von Lustenau Gebhard Fitz der etwa 100 m von der Unfallstelle mit Feldarbeiten beschäftigt war auf den Unfall aufmerksam. Er lief sofort zur Unfallstelle und sprang kurz entschlossen sammt der Kleidung ins Wasser und vermochte die Kinder die bereits bewusstlos bezw. benommen waren, vor dem sicheren Ertrinkungstode zu retten. An der Unfallstelle betrug die breite des Kanals 6 m bei 2 m tiefe.