Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am 14. Mai 1950 vormittags 9 h im Gasthaus z. Traube abgehaltene Satzungsmässigen Versammlung der Ortsfeuerwehr unter dem Vorsitz des Wehrkommandanten Gebhard Fitz.
Zum stattgefundenen Brande erstattet der Komd. Bericht: Am 9. Mai 1950 ertönten um 1.30 h die Alarmsirenen und riefen die Wehr wieder zu ernster Arbeit. Eine starke Brandröte zeigte der anfahrenden Wehr einen schon weit vorgeschrittenen Brand.
Bei der Ankunft um 1.40 h stand der Stadel und der Dachstuhl des Hauses Reichsstr. 40 in Vollbrand und hatte das Feuer das infolge fehlens einer Brandmauer zwischen Haus und Stadel ungehinderte ausbreitungsmöglichkeit besas bereits das Obergeschoss ergriffen.
Zimlich starker Südwind gefährdete besonders das gegenüber liegende Wohnhaus und die nördlich gelegenen Objekte.
Obwohl der Wasserbezugsort 200 m. weit ab lag, konnte der Angriff schon nach 4 Minuten mit einer B mit 2 C Leitungen erfolgen. Besondere Aufmerksamkeit erforderte die hart am Hause vorbeiführende elektr. Freileitung und die Kamin-Einsturzgefahr. Im Zuge der Löschaktion muste der ganze Bezirk stromlos gemacht werden, da die Löscharbeiten stark gefährdet waren. Erst nach umlegung des Kamins konnten die Löschmannschaften den Angriff ins innere des Objektes vortragen und mit den Ablöscharbeiten beginnen, die um 4.50 h beendet waren so dass die Wehr nach 5 stündiger Arbeit einrücken konnte.
Was die Arbeit der Wehr anbetrift war sie sehr gut und haben sich besonders die jungen Wehrmänner bestens bewährt. Zu diesem Brande erschien auch die Nachbar Wehr Höchst unaufgefordert mit Autospritze u. 9 Mann mussten aber nicht mehr in Aktion treten und konnten mit Dank für ihre Bereitschaft entlassen werden.
Der Vorsitzende ersucht nun die Kam. um Ihre Wahrnehmungen beim Brande.
Zugsführer Franz Pregler der als einer der Ersten am Brandplatz eintraff erklärt dass bei seinem Eintreffen das Objekt schon verloren war und das Nachbarhaus durch strahlende Hitze sich in gröster Gefahr befand nur mit aufbietung aller Kräfte bis zum eintreffen der Wehr gehalten werden konnte. Zugsführer Gottfried Hämmerle spricht ebenfalls über den Angriff und ermahnt die Kam. zur nötigen Vorsicht. Nur wenn Menschen in Gefahr sind ist der volle und rücksichtslose Einsatz zu verantworten nicht aber bei einem Objekt dass schon verloren ist. Robert Scheffknecht spricht über die Ausfahrt der Spritze und bemängelt dass im Brandfall nicht mit höherer Geschwindigkeit gefahren werden darf. Der Kommandant erklärt hiezu dass durch schnellfahren kein nennenswerter Zeitgewinn eintrete aber die Sicherheit des Fahrzeuges und der im Brandfalle besonders zahlreichen Passanten gefährdet sei.
Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1950
Vollbrand des Hauses Reichsstr. 40 der Rosa Grabher geb. Riedmann um 0.30 h. Am Haus entstand Totalschaden, Möbel konnten nur wenig gerettet werden. Nach 3 Stunden Arbeit konnte die Wehr einrücken
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Vorachstrasse - Grossbrand Wwe. Maria Hollenstein, geb. Riedmann (Sattlers)
Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am 30. April 1950 nach dem Gedächtnisgottesdienst im Gasthaus z. Frühlingsgarten abgehaltene Jahreshauptversammlung unter dem Vorsitz des Wehrkommandanten Gebhard Fitz. 14 Tage später, am Samstag den 15.4. früh 05.15 ertönten die Alarm Sirenen wieder. Im Hause der Ww. Hollenstein Maria Vorachstr. 19 war aus unbekannter Ursache im Stadel Feuer ausgebrochen das zuerst von Hausbewohnern endeckt wurde. In kurzer Zeit stand der ganze Stadel und der Dachstuhl des Hauses in Vollbrand. Infolge des dichten Schneegestöbers war der Brand nur auf kurze Entfernung sichtbar. 05.21 erfolgte die Ankunft des Löschzuges und wurden die Geräte am nur 60 m entfernten Grindelkanal postiert und der Brand vorerst mit 2 C Leitungen angegriffen, der später noch eine B Leitung folgte. Die Ablösch und aufraumungsarbeiten waren um 07.50 beendet so das die Wehr unter zurücklassung einer Brandwache von 3 Mann um 8 Uhr einrücken konnte. Zur Löschaktion äusserte sich Gruppenführer Gottfried Hämmerle dahingehend das beim Angriff weniger geredet werden soll. Zu befehlen haben nur die Führer der Löschaktion. Kurt Alge der als Erster am Brandplatz eintraff gibt seine Wahrnehmungen bekannt. Wie gewöhnlich waren die Fenster und Türen geöffnet so dass sich das Feuer sehr schnell ausbreiten konnte. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1950 Brand des Hauses Ww. Maria Hollenstein Vorach 19. Morgens 5 h. Stadel vollständig, Haus teilweise zerstört Löschaktion gut. Brandursache unbekannt.
Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am 30. April 1950 nach dem Gedächtnisgottesdienst im Gasthaus z. Frühlingsgarten abgehaltene Jahreshauptversammlung unter dem Vorsitz des Wehrkommandanten Gebhard Fitz. Am Sonntag den 2.4. früh 6.30 ertönte Feueralarm. In kürzester Zeit erschien die Wehr beim Lustenauer Hof woselbst in der Schenke der Gaststube vermutlich durch einen Zigarettenstummel ein Brand ausgebrochen war, der von Kirchgängern endeckt wurde. Da sich unter den zuerst am Brandplatze anwesenden einige Wehrmänner befanden wurde der Brand richtig bekämpft so das beim eintreffen des Löschzuges der Brand lokalisiert war. Das Feuer wurde nun endgültig gelöscht ohne das die Motorgeräte in aktion gesetzt wurden. Bis Mittag blieb eine Brandwache am Brandort zurück. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1950 Brandausbruch im „Lustenauer Hof“ Kein Angriff nötig.
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Lerchenfeldstrasse - Kleinfeuer Anton Hämmerle
Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1950 Kleinfeuer bei Anton Hämmerle Lerchenfeld. Bis zum Eintreffen der Wehr kein Angriff mehr notwendig!
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Sandstrasse - Grossbrand August Hämmerle
Auszug aus dem Original-Protokoll der Verhandlungsschrift über die am 19. Feber 1950 im Gasthaus „z. Austria“ stattgefundene satzungsmässige Vereinsversammlung unter dem Vorsitz des Kommandanten Gebhard Fitz. Schon 30 Stunden später, am 14. Feber vormittags 9.15 h ertönte schon wieder Feueralarm. Schon eine Minute später fuhr die Autospritze aus. Bei Ankunft am Brandplatz stand der Stadel des August Hämmerle Sand 11 in Vollbrand und hatte das Feuer bereits auf dem Dachboden des Wohnhauses übergriffen. Der Angriff erfolgte mit einer B bezw. 2 C Leitungen der anschliessend von der Anhängespritze 2 weitere folgten. In kurzer Zeit war der Brand lokalisiert. Vom Mobilar konnte fast alles in Sicherheit gebracht werden. Um 12 h mittags war die Löschaktion beendet und konnte die Wehr unter belassung einer Brandwache um 12.30 einrücken. Über den Verlauf der Löschaktion war das Kommando befriedigt, vor allem war die Schnelligkeit des Eintreffens und der Angriff hervorragend. Nur soll beim Angriff mehr Vorsicht geübt werden. Insbesonders dürfen nie keine Privat-Leitern in verwendung genommen werden, es sei den dass Menschen Leben in Gefahr sind. Zugsführer Gottfried Hämmerle gibt seine Wahrnehmungen zu diesem Brande bekannt und ermahnt alle Kam. beim Vorgehen in verqualmte Räume äusserste Vorsicht anzuwenden. Rev. Insp. Linder erklärt zu diesem Brand das hier Brandstiftung vorliege und ersucht die Wehrmänner ihre Wahrnehmungen die zur Aufklärung von Brandursachen dienen können sofort der Gendarmerie mitzuteilen. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1950 Kaum war die Feuerwache eingerückt, kündigten die Sirenen einen neuen Brand. Im Hause des August Hämmerle, Sand 11, brach um 8.45 h ein Schadenfeuer aus, das den Stadel vollständig zerstörte, und das Wohnhaus schwer beschädigte. Trotz eines sehr raschen Angriffes konnte dies nicht verhindert werden jedoch wurde fast alles Mobilar gerettet! Wasserbezugsort, Feuerlöschbrunnen, Sandstr 9 lokalisiert u. abgedämpft 11.30 h. 3 Mann Brandwache, Brandursache: vermutlich Brandlegung.