Hagstrasse - Brand Gasthaus zur Taube

01.05.1932 | 22:30 | Brandeinsatz | Alarmstufe: ---
Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 2 Mai in der Wohnung des Zeugwartstellv. Josef Vogel abgehaltene Sitzung der Vereinsleitung unter dem Vorsitz des Hptm. Bösch.

Ezechiel König erstattet Bericht über den Brand im „Gasthaus zur Taube“.



Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1932

Um zirka ½ 11 h abends wurden die Hausbewohner und Gäste des Gasthauses zur Traube durch einige Schläge und ein rasch an Stärke zunehmendes Rauschen aufmerksam gemacht.
Als man sofort nach der Ursache forschte, wurde im Obergeschoß beim Kamin ein zimlich großer Brandherd endekt.
Fast zur gleichen Zeit, bemerkte auch ein aus der Bahnhofrestauration heraus kommender Gast das Feuer, welches bereits zum Dache hinaus schlug. Derselbe verständigte den Wirt welcher Dauerverbindung hat, welcher nun sofort die Dauerverbindungsstelle, Sonne alarmierte, von wo der Glocken und Telephonalarm eingeleitet wurde.

10.45 h fuhr die Autospritze beim Zeughause ab. Jedoch wurde schon während der Fahrt durch zurückfahrende Radfahrer bekannt das das Feuer gelöscht werden konnte. Die Fahrt wurde aber fortgesetzt.

Bei Ankunft der Autospritze welche beim Brunnen „Hag“ postiert wurde, war ein eingreifen nicht mehr nötig, da die noch vorhandenen Brandnester mit einer Krückenspritze abgelöscht werden konnten.

Als Brandursache wird ein Kaminschaden angenommen, da einige Tage vorher an der gleichen Stelle ein Brand zum Ausbruche kam welcher ebenfalls im entstehen gelöscht werden konnte.

Die Wehr rückte um halb 12 Uhr wieder ein. Als Brandwache bleiben 3 Mann am Brandplatze.
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Flurstrasse - Streue-Schober Brand hinter Gasthaus zum Schiff

Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 2 Mai in der Wohnung des Zeugwartstellv. Josef Vogel abgehaltene Sitzung der Vereinsleitung unter dem Vorsitz des Hptm. Bösch. Zeugwart König erklärt das nach dem Streue-Schober Brand beim Gasthaus Schiff bei ihm ein Junge für das führen der kleinen Wiesenrainer Spritze 5 S. verlangt habe. Er habe den Mann jedoch an das Gemeind-Amt verwießen. Hans Peschl gibt nochmals Bericht über den Streue Brand beim Schiff. Anton Hämmerle wird vom Hptm. auf seine Fehler die er bei dem Streue Brand gemacht hat aufmerksam gemacht und ersucht in Zukunft nicht mehr ohne die Spritze zum Brandplatz zu fahren da für die Wehr unlibsame Äußerungen und Zwischenfälle entstehen können. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1932 Gegen halb 9 Uhr abends, wurde von einem Hausbewohner des Gasthauses „zum Schiff“ die Wahrnehmung gemacht, das der hinter dem Hause stehende Heuschober in Brand geraten war. Die sofort angestellten Löschversuche mit der Wiesenrainer Druckspritze blieben ohne Erfolg, so das um zirka 9 h der Autolöschzug mittels Thelefon zu Hilfe gerufen werden mußte. Die Abfahrt desselben verzögerte sich jedoch bis um 9.35 h weil einige Wehrmänner der Meinung waren das es nicht notwendig sei, mit der Autospritze auszufahren, und zuerst mit dem Fahrade zum Brandplatze fuhren, um sich die Sache in Augenschein zu nehmen. Bei Ankunft der Spritze, welche um 9.40 h beim Feuerlöschbrunnen „Wiesenrain“ eintraff, wurde eine über 200 m Transportleitung gelegt mit welcher das Feuer angegriffen wurde. Die ablösch und abtragungs Arbeiten dauerten bis um 11.20 h. Der Rückzug wurde um 11.30 h angetreten. Ausgerückt waren 16 Mann unter dem Komando das Hauptmannstellv. Hans Peschl.
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Kaiser-Franz-Josef-Strasse - Grossbrand Johann Bösch "Zollers"

Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 29. März im Gasthaus zum Adler abgehaltenen Vereinsversammlung unter dem Vorsitz des Hptm. Josef Bösch. Der Vorsitzende gibt über den stattgefundenen Brand eingehenden Bericht. „Noch ist kaum mehr als ein Monat seit dem letzten Brande verfloßen als am Mittwoch den 16 März abends ½ 6 h Sturmglocken und Thelefon Alarm die Wehr wiederum zu ernster Arbeit riefen. Schon bei der Anfahrt der Löschgeräte zeigten dichte schwarze Rauchwolken in der Richtung Oberfeld das das Feuer ziemliche Ausdehnung angenommen hatte. Bei Ankunft der Wehr welche um 5.45 am Brandplatze eintraff fand Sie folgende Situation vor; In dem Wohnhause des Johann Bösch war aus bisher unbekannte Ursache auf der Holzlage Feuer ausgebrochen. Dasselbe wurde von mereren Personen gleichzeitig wargenommen, welche auch sofort mittels Eimer Löschversuche anstellten welche Jedoch ohne Erfolg blieben. Es mußte vielmehr darangedacht werden das Mobilar in Sicherheit zu bringen. In folge sehr starker Rauchentwicklung welche sofort das ganze Stigenhaus und die Gänge verqualmte was es der im Obergeschoß wohnenden Lehrerin Ottilie Ortner nicht mehr möglich die Stiege als Rückzugsweg zu benutzen. Sie wurde nun mittels einer Prifatleiter von dem in der Nähe wohnenden Siegfried Vogel in Sicherheit gebracht. Das Feuer breitete sich nun begünstigt durch starken Westwind sehr schnell über den Dachstuhl und das Obergeschoß aus. Von der Motorspritze welche um 5.45 beim Feuerlöschbrunnen Elisabethstr. eintraff, wurde eine A Transportleitung gelegt welche beim Brandplatze in 2 Normalleitungen abgezweigt wurde. 5.50 h konnte Leitung 1 den Angriff auf der Westseite eröffnen. 3 Min. später Leitung 2 auf der Ost-Seite. Mit Derselben wurde auch durch den Hausgang bis zum Stiegenhaus welches brannte vorgedrungen. Der Löschtrupp mußte aber sofort wieder zurück da infolge der sehr starken Rauch und Dampfentwicklung ein vordringen ohne Rauchmasken unmöglich war. Um 6.11 h wurde eine 3. Leitung in Tätigkeit gesetzt welche über die Strebenleiter zu einem Angriff auf das in Östlichen Obergeschoß stark wütende Feuer eröffnete. Mit Leitung 1 wurde unterdeßen bis in das Schlafzimmer des 1 Stockes vorgedrungen. Nach heftigen Kampfe konnte nach 1 stündler Bemühung der Brand als Lokalisiert betrachtet werden so das mit der Abdämpfung begonnen werden konnte welche um 9.10 h beendet war so das die Wehr um 9.20 h einrücken konnte. Als Brandwache blieben 4 Mann am Brandplatze. Infolge dieses Brandes musste der Betrieb der elkr. Bahn auf die Dauer von 2 Stunden unterbrochen werden, da die 3500 Volt Leitung der Bahn eine starke Gefährdung der Löschmannschaften bedeutet hätte. An Mobilaren konnte im Obergeschoß nichts, im 1 Stock dagegen fast alles gerettet werden. Der Vorsitzende weist hierauf auf das Kopflose ausräumen der Zimmer hin. So wurden Gläser Lampenschirme Häfen und andre föllig nutzlose Sachen einfach zum Fenster hinausgeworfen, während man Kleidungsstücke und andre Sachen die man nötiger braucht einfach drinnen ließ oder Dieselben in den Schmutz hinauswarf. Auch wurden Fenster und Türen ausgehängt so das das Feuer viel schneller um sich greifen konnte. Der Hptm. dankt nun allen Kameraden für das gute und zielbewußte Arbeiten am Brandplatze und ersucht die Wehmänner welche als Erste am Brandplatze erschienen um Ihr gemachten Wahrnehmungen. Kam. Knapp welcher als einer der Ersten am Brandplatze erschien sagte aus, das bei seiner Ankunft die hintere Seite in Vollbrand stand so das mit kleinen Löschgeräten ein bekämpfen des Feuers aussichtslos gewesen wäre. Bürgermeister Karl Bösch sprach hierauf über die Rettung der Lehrerin und der Möbel. Ferner über das Kopflose Benehmen beim Ausräumen. Er gab die Anregung das der Erste Wehrmann vor der Haustüre stehe soll und alle Eindringenden unter 30 Jahre zurückweisen soll. Auch sollen die Feuerlösch-Agregate Besitzer Ihre Aparate in Tätigkeit setzen und nicht wie beim letzen Brande dieselben ungenützt wieder nach Hause nehmen. Höfel Franz sprach über das heftige Feuer hinter der Küche. Im betreffenden Raume waren 40 Liter Schnaps und eine geräuchertes Schwein untergebracht. Fitz Gebh. sprach über das Ausräumen es soll alles im Objekt gelassen werden wie das in der Schweiz der Fall ist den der Schaden sei sicherlich nicht größer als wenn alles durch das Kopflose ausräumen zerschlagen sei. Ferner spricht er über das Verhalten der Minimax-Besitzer. Peschl Johann äußerte sich ebenfalls über das Ausräumen und die Minimax Besitzer. Nach seiner Meinung war es unmöglich den Brand mit nur 2 Feuerlösch Agregaten einzudämmen. Bürgermeister Bösch bittet um Auskunft über das Mißverständniß beim Teilhahnen. Hptm. klärt Ihn auf. Es sei eine Leitung gekürzt worden wechshalb die Verwechslung vorkam. Peschl ergriff nochmals des Wort, und sprach über die Schlauchverwechslung und den ersten Angriff. Es sollen bei weiten Schlauchleitungen zuerst die tragbaren Schlauchhaspel und erst wann Dieselben leer sind der fahrbare Schlauchkarren verwendet werden. Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 2 Mai in der Wohnung des Zeugwartstellv. Josef Vogel abgehaltene Sitzung der Vereinsleitung unter dem Vorsitz des Hptm. Bösch. Fitz Gebhard erklärte das die Brand und Luftwachen ihren Dienst nicht so genau nehmen: Er habe beim Brand im Oberfeld die Wahrnehmung gemacht das die Brandwache nicht immer auf ihrem Posten war. Es sollen die Leute angehalten werden den Dienst gewießenhaft und genau zu versehen. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1932 Brand des Hauses Kaiser Fr. Jos. Str 11 des Johann Bösch Zollers. Noch ist kaum mehr als ein Monat seit dem letzten Brande verfloßen als am 16/3 abends ½ 6 h Sturmglocken und Telefon-Alarm die Wehr wiederum zu ernster Arbeit riefen. Schon bei der Aufahrt der Löschgeräte zeigten dichte schwarze Rauchwolken in der Richtung Oberfeld das das Feuer schon zimliche Ausdehnung angenommen hatte. Bei Ankunft der Wehr welche um 5.45 h am Brandplatze eintraff fand Sie vollgende Situation vor. In dem Wohnhause des Johann Bösch war auf bisher unbekannte Ursache auf der Holzlage im 1. Stock Feuer ausgebrochen. Dasselbe wurde von Hausbewohnern und Nachbarn gleichzeitig wahrgenommen, welche auch sofort mittels Eimer löschversuche anstellten welche jedoch ohne Erfolg blieben. Es mußte vielmehr darangedacht werden das Mobilar in Sicherheit zu bringen. Infolge der sehr starken Rauchentwicklung welche sofort das ganze Stiegenhaus und die Gänge verqualmte war es der im Obergeschoß in Miete wohnenden Lehrerin Ottilie Ortner nicht mehr möglich die Stiege als Rückzugsweg zu benützen. Sie wurde nun mittels einer Privatleiter von dem in der Nähe wohnenden Siegfried Vogel in Sicherheit gebracht. Das Feuer breitete sich nun begünstigt durch starken Westwind sehr schnell über den Dachstuhl und das Obergeschoß aus. Von der Motorspritze welche um 5.45 h beim Feuerlöschbrunnen Elisabeth-Str. eintraff wurde eine A Transportleitung gelegt welche beim Brandplatze in 2 Normalleitungen abgezweigt wurde. 5.50 h konnte Leitung 1 den Angriff auf der Westseite eröffnen. 3 Min. später Leitung 2 auf der Ost-Seite. Mit derselben wurde auch ein Innenangriff durch den Hausgang bis zur Stiege welche brannte ausgeführt. Der Löschtrupp mußte aber sofort wieder zurück gezogen werden da infolge der sehr starken Rauchentwicklung ein vordringen ohne Rauchmasken unmöglich war. Um 6.11 h wurde eine dritte Schlauchleitung gelegt welche über den Strebenleiter zu einem Angriff auf das im Östlichen Obergeschoß stark wütende Feuer vorging. Mit Leitung 1 wurde unterdeßen bis in das Schlafzimmer des 1. Stock vorgedrungen. Nach heftigen Kampfe konnte nach 1 stündiger Bemühung der Brand als Lokalisiert betrachtet werden, so daß mit der Abdämpfung begonnen werden konnte, welche um 9.10 h beendet war so daß die Wehr unter zurücklaßung von 4 Mann Brandwache den Rückzug um 9.20 h antreten konnte. In folge dieses Brandes mußte der Betrieb der elkr. Bahn Dornbirn-Lustenau auf die Dauer von 2 Stunden eingestellt werden, da die 3500 Volt Leitung der Bahn eine starke Gefährdung der Löschmannschaft bedeutet hätte. An Mobilar konnte im Obergeschoß nichts im ersten Stock fast alles geretet werden. Zu diesen Brande rückte die Wehr in der Stärke von 36 Mann unter dem Komando des Hauptmannes Josef Bösch aus. Vorarlberger Volksblatt: 17.03.1932 Lustenau, 17. März. (Brandfall.) Gestern abends kurz nach 5 Uhr brach aus völlig unbekannter Ursache im Hause des Johann Bösch (Zollers), Kaiser Franz Josef-Straße 11, Feuer aus. Die Hausbewohner, die bei der Nachmittagsjause saßen, bemerkten vor dem Küchenfenster auf einmal Rauch, den sie zuerst für Nebel hielten. Als sie nachsahen, brannte das Feuer schon bis zum Dach. Das gefräßige Element breitete sich so rasch aus, daß aus dem zweiten Stock die Leute bei helllichtem Tage nur mehr mit Leitern gerettet werden konnten. Das Haus, das ein sehr schönes gemauertes Objekt war, ist vollständig ausgebrannt. Während die im Hause wohnende Mitpartei gar nichts retten konnte, konnte der Besitzer wenigstens etwas in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr arbeitete bis abends 9 Uhr am Brandplatze.
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Frühlingsstrasse - Grossbrand Kaspar Geser

Auszug aus dem Original-Protokoll über die am Sonntag den 31. Jänner 1932 mittags ½ 1 h im Gasthaus zur Rose abgehaltenen Vereinsversammlung unter Vorsitz des Hauptmanns Josef Bösch. Zudem am 24. Jänner stattgefundenen Brande gibt der Hauptmann eingehend Bericht. Nach Aussagen von Zeugen dürfte der Ausbruch des Brandes um 9.10 h erfolgt sein. Bei Anrücken der Geräte um ca. 9.25 h war der Dachstuhl und ein Teil der oberen Wohnung bereits in Flammen. Das Haus war vom Inventar bis auf wenige Gegenstände völlig ausgeräumt. Sogar Fenster und Türen wurden ausgehängt und entfernt. Das Feuer hat sich, durch den Umstand, daß es oberhalb zum Ausbruch kam nicht recht entwickeln können. Ebenso war das Objekt nicht besonders groß. Der Vorteil dieser Momente wirkte sich am Erfolg der Löscharbeit sichtbar aus. Es war möglich das Feuer vollständig zu löschen ohne das Feuer sich in die Parterre-Wohung und den Rückwärtigen Anbau stark Eingang verschafft hatte. Die gesamte Arbeit war gut. Er ermahnt, hierauf die Wehrmänner neuerdings sich am Brandplatze äußerste Disziplin anzueignen. Auch das viele Sprechen soll vermieden werden. Die ersten am Platze sollen möglichst vorhindern, daß dem Feuer dadurch Luft verschafft werde, daß die Türen und Fenster geöffnet oder gar entfernt werden wie dies in diesem Falle geschehen sei. Der Allarm war gut. Nur würde ein Teil der Kameraden, besonders aus dem oberen Teil der Gemeinde vermißt. Nach diesem Bericht schildert Kamerad Karl König, Korbflechter, der das abgebrannte Haus bewohnte den ganzen Hergang. Das elektrische Licht habe seit dem Vortage nicht mehr funktioniert. Aus diesem Grunde sei er am kritischen Abend zum Kartenspiel in ein Nachbarhaus. Nachdem seine Frau die Kinder zur Ruhe gelegt hatte, sei dann auch diese um ca 8 h nachgekommen. Etwas nach 9 h wurde der Ausbruch des Feuers von Passanten entdeckt und wurden sie geholt. Er habe sich in erster Linie der Bergung der Kinder gewiedmet und dann habe er mit Nachbarn und Hilfsbereiten das Inventar gerettet. Da eine Bekämpfung des Feuers aussichtslos gewesen wäre. Die Türen wurden von übereifrigen Helfern entfernt ebenso die Fenster. Mit der Arbeit der ersten Hilfsbereiten, ebenso mit der Löschtätigkeit der Wehr ist er sehr zufrieden und spricht er hiefür allen herzlichen Dank aus. Kamerad Postverwalter Knapp spricht zum telephnischen Allarm und macht verschiedene Anregungen, deren Ausführungen in Bälde erledigt werden sollen. Kamerad Gebhard Grabher entschuldigt das Ausbleiben einiger Kameraden aus dem oberen Teil der Gemeinde. Nach dem ersten Allarmruf sei eine zweite Meldung gegeben worden, daß die Sache ungefährlich und zur Hauptsache erledigt sei. Er habe daher keine weiteren Staffeln mehr ausgeschickt. In der weiteren Aussprache, an der sich außer den schon genannten noch der Obersteiger Hämmerle, Schlaulegerobmann Ezechiel König, Hornist Fink und Waibel beteiligen, werden noch verschiedene Erfahrungen besprochen und Anregungen gemacht. Insbesondere auch betreffend die Absperrungen die nur sehr schwer durchgeführt werden können. Zu den bei diesen Brande gemachten Erfahrungen spricht noch Schriftführer Fitz. Er macht darauf aufmerksam, daß der erste erfolgreiche Angriff durch die Handdruckspritze bewältigt wurde, die der Motorspritze gute Vorarbeit geleistet habe. Wenn auch in der Regel keine Handdruckspritzen mehr zur Verwendung kommen, so müsse doch darauf Bedacht genommen werden, daß der Fall wieder eintreten könne. Es soll also auch in dieser Richtung immer wieder geübt werden. Ferner sollen Mißverständnisse in der gegenseitigen Arbeit unter den Kameraden und Chargen möglichst vermieden werden. Am besten werde im Ernstfalle erfolgreiche Arbeit durch fleißigen Probenbesuch erreicht und richtet er daher an alle Wehrmänner die dringende Aufforderung in dieser Richtung rechten Eifer walten zu lassen. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1932 Brand des Hauses Frühlingsstr. 11 des Xaver Geser Wieder einmal riefen die Feuersignale die Wehr zu ernster Arbeit. In dem Obgenannten Hause, welches vom Korbflechter Karl König bewohnt wurde, entstand vermutlich durch Kurzschluß auf dem. Westlichen. Dachboden Feuer. Als Dasselbe bemerkt wurde hatte es bereits solche Ausdehnung angenommen das es nicht mehr gelöscht werden konnte. Es mußte viel mehr daran gedacht werden, das im Erdgeschoß befindliche Mobilar in Sicherheit zu bringen. Bei Eintreffen der Rheindorfer Spritze welche als Erste am Brandplatze Eintraf wurde vom dem nur 50 m entfernt liegendem Brunnen eine Transportleitung gelegt mit welcher schon um 9.24 h also schon 7 Min. nach Ausbruch des Feuers Wasser gegeben werden konnte. Um 9.26 h traf der Autolöschzug ebenfalls ein. Die Autospritze wurde ebenfalls beim Feuerlöschbrunnen Frühlingsstr. postiert und ebenfalls eine A Leitung zum Brandplatze gelegt. Der Angriff mit dieser Leitung erfolgte auf der Südseite. Nach dem ersten Angriff wurde die Rheindorfer Spritze außer Betrieb gesetzt und die Transportleitung der Motorspritze in 2 Normalleitungen abgekuppelt. Die Ablösch Arbeiten gingen nun sehr schnell vonstatten so das um 11.00 h der Rückzug angetreten werden konnte. Für die Nachbarhäuser bestand keine Gefahr weil nur mäßiger Südwest Wind wehte. Verletzt wurden 4 Wehrmänner und 2 Zivilpersonen leicht welche von der Rettungs-Abteilung behandelt wurden. Zu diesem Brande rückte die Wehr in der Stärke von 42 Mann aus. Das Komando führte Hptm. Josef Bösch. Als Brandwache blieben 4 Mann an der Brandstätte zurück. Vorarlberger Volksblatt: 25.01.1932 Lustenau, 25. Jän. (Brand.) Gestern abends um zirka ¾ 9 Uhr brannte das Haus des Karl König, Korb- und Möbelerzeugung, fast vollständig nieder. Hilfreiche Hände halfen den Geschädigten noch zu retten was möglich war, bis dann in kürzester Zeit die Feuerwehr mit ihrer Motorspritze dem ungestümen Elemente ein jähes Ende bereitete.
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Schützengartenstrasse - Heustocküberhitzung Otto Blatter

Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 13. Sept. 1931 nach Abhaltung des Gedächtnisgottesdienstes, im Gasthaus zum Löwen abgehaltenen Vereins-Versammlung unter dem Vorsitz des Hauptmanns Josef Bösch. Bei Otto Blatter besteht die Gefahr eines Heustockbrandes, da der Stock bereits eine nicht unbedeutende Überhitzung aufweist. Der Stock muß daher abgetragen werden und wird die nötige Mannschaft hiefür bestimmt und auf 12 h zum Spritzenhaus bestellt. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1931 Heustocküberhitzung bei Otto Blatter Schützengartenstrasse 11 Am 12 Sept. wurde das Feuerwehrkomando durch einen Sohn des Otto Blatter von einer Überhitzung Ihres Stockes benachrichtigt. Bei den nun sofort au3 festgestellt werden. Die Temperatur hatte also schon längst die normalen Wärmegrade überschritten und stand somit die Gefahr einer Entzündung befor. Es wurde jedoch beschloßen mit der Abtragung des Stockes bis andern Tags zu warten. Der Verein wurde nun bei der am 13 Sept. abgehaltenen Vereinsversammlung von der Überhitzung in Kenntnis gesetzt, und jene Kameraden welche sich bei den Abtragungsarbeiten beteiligen wollten ersucht sich um 12 h mittags beim Zeughause einzufinden. Um 11.55 h fuhr die Motorspritze mit 12 Mann zum betrohten Objekt aus. Die abtragungs Arbeiten konnten aber erst nach einer Stunde in Angriff genommen werden, weil auf Verlangen des Besitzers erst der Agent der Feuerversicherung verständigt werden mußte welcher wiederum die Landesfeuerversicherung in Kenntniß setzen mußte. Der Heustock welcher in der Tenne lag hatte eine länge von 6 eine breite von 2 ½ und eine Höhe von 3 ½ m. Die Motorspritze welche beim Brunnen in der Alpstr. postiert wurde und von welcher eine Schlauchleitung bis zum Heustock gelegt wurde trat sofort in Tätikeit um die Leitung zu füllen damit im Falle einer plötzlichen entzündung sofort Wasser gegeben werden könnte. Die Abtragung des Heustockes wurde nun sofort in Angriff genommen welche schnell vonstatten ging ohne auf Feuer zu stoßen. Um 3 h war der ganze Stock abgetragen und konnte die Schlauchleitung wieder eingezogen werden. Im Dienst waren 14 Mann welche nachher von Herrn Blatter zu einer Jause eingeladen wurden, bei welcher die Wehrmänner noch Ihren Brand mit genügend Schnaps und Most löschen konnten.