Die Dienstgrade der Feuerwehr Lustenau treffen sich immer wieder während des Jahres zur Fortbildung. Einmal jährlich trifft sich die Führungsmannschaft zu einer zweitägigen Klausur, die heuer am 24. und 25. September im Feuerwehrhaus und in der Rätikon-Gemeinde Brand stattfand.
Dienstgrade beurteilen im Einsatz die Lage und entscheiden, wie und mit welchen technischen Gerätschaften vorgegangen wird. Der Entschluss der Chargen und höheren Dienstgrade wird in Form eines Entwicklung- oder Angriffbefehls an die ihnen unterstellte Lösch- oder technische Gruppe weitergegeben. Die richtige Beurteilung und die Schlüsse daraus sind wesentlich für den Erfolg. Es ist daher wichtig, dass Dienstgrade stets am Stand der Technik sind und über einen hohen Ausbildungsgrad verfügen.
In der zweitägigen Klausur konnte ein breites Themenfeld geübt und vertieft werden. Die Dienstgrade schulten sich etwa in der digitalen Einsatzunterstützung (EUS, LIS, Kennzeichenabfrage, Rettungskartenblätter u.v.m.). Daneben wurde das Wissen bei der Entfernung von Ringen, bei Tür- und Fensteröffnungen, beim richtigen Einsatz von Anschlagmittel und bei der richtigen Strahlrohrführung gefestigt.
Eine besondere Herausforderung im Einsatzfall sind Elektro- und Hybridfahrzeuge. Dafür stand ein ganzer Fuhrpark zur Verfügung, den das Autohaus Maier in Götzis, die Firma Blum Beschläge und die Firma Euroda dankenwerterweise zur Verfügung stellten.
Gemeinsam mit den Führungskräften wurde im Rahmen der Klausur auch das Ausbildungskonzept überarbeitet.
Nicht zuletzt kamen auch moderne, einschlägige Maßnahmen zur Teambildung mit unterschiedlichen Übungen zur Anwendung.
Die 18 Teilnehmer nutzten die Klausur im Feuerwehrhaus und im Gasthaus Melkboden in Brand neben den Schulungen aber auch für den gemeinsamen Austausch und verbrachten dadurch nicht nur zwei lehrreiche, sondern auch gesellige Tage miteinander.