Bereits im Jahre 1972 erhielt unsere Wehr vom Landesfeuerwehrverband den ehrenvollen Auftrag unser Bundesland,in der Zeit vom 8. bis 15. Juli 1973, bei den 5. Internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Brünn (CSSR) zu vertreten. Wir waren ohne Ausscheidungswettbewerb nominiert worden, weil unsere Wehr in den vergangen Jahren bei den Vorarlberger Leistungsbewerben immer in den Spitzenrängen aufschien.
Am 8. Juli, 3.00 Uhr früh, versammelten sich die 10 Wettkampfteilnehmer,
OBM Walter Hollenstein, OLM Manfred Kremmel, LM Günter Hämmerle, Anton Bösch, Josef Bösch I, Kurt Kremmel, Siegfried Felder, Ernst Scheffknecht, Franz Reinbacher und Anton Hartmann
beim Gerätehaus.
Die Fahrt erfolgte mit dem LFF Opel Blitz und einem Fahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes. In der N.Ö. Landesfeuerwehrschule in Tulln sammelten sich alle österreichischen Gruppen und fuhren in einer Kolonne von 30 Feuerwehrfahrzeugen bei Klein-Haugsdorf in die CSSR. Die Unterbringung der 3000 Wettkämpfer aus 17 Nationen im Hochschulinterat in Brünn war, wie die Verpflegung, ausgezeichnet.
Am Dienstag fand auf dem Swoboda-Platz eine imposante Eröffnungsfeier statt. Die Wettkämpfe wurden von 20000 Zuschauern verfolgt. Unsere Gruppe war erst im letzten Durchgang an der Reihe, zu einem Zeitpunkt als die bis dahin idealen Bedingungen nicht mehr voll gegeben waren. Ein leichter Regen war auf die Kampfstätten niedergegangen, der Himmel war dunkel und es bahnte sich ein Gewitter an. Doch ehe es soweit war, hatte die Gruppe das Stadion betreten und stand zum Löschangriff bereit.
Nach exakter Meldung erfolgte die Angriffsbekanntgabe und schließlich eine hervorragende, fehlerfreie Übung im 54 Sekunden. Gleich darauf erfolgte die Auslosung zum Staffellauf, der schliesslich in 75 Sekunden absolviert wurde.
40000 Zuschauer fanden sich am Samstag im Stadion zur Siegerverkündung und den Vorführungen der besten Wettkampfgruppen und Sportwettkämpfer ein. Nun war es auch Gewißheit geworden, daß die erreichten 391 Punkte den 3. Platz im Silbermedaillen-Rang bedeuteten.
Eine Goldmedaille wurde knapp verfehlt, obwohl unsere Gruppe 12 Punkte mehr erkämpfte als bei den 4. Int. Wettkämpfen im Jahre 1969 in Krems für eine "Goldene" erforderlich gewesen waren. Dies zeigte auch deutlich die enorme Leistungssteigerung, die vor allem durch die Ostblockstaaten bewirkt wurde, deren Wettkämpfer vor dem Bewerb drei volle Monate in Trainingslagern zusammengefasst waren.
Um so erfreulicher, daß unsere echten Amateure, im ersten großen Wettkampf so erfolgreich bestehen konnten und leistungsmäßig den Anschluß an die ausgezeichneten innerösterreichischen Gruppen geschafft haben.